Spielplan
Montag / 29. Juni

Fluchtweg
Gastgeberproduktion Goethe-Gymnasium, Theater am Goethe
Flucht vor Krieg, Hunger und Naturkatastrophen ist für Millionen Menschen weltweit bittere Realität – gestern wie heute. Fluchtwege erzählt wahre Geschichten: von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Syrien, der Ukraine und dem Sudan, aber auch von Eltern und Großeltern, die einst aus der DDR oder aus den zerbombten Städten des Zweiten Weltkriegs fliehen mussten.
Es sind Geschichten von Angst und Hoffnung, von Verlust und Mut und von der Frage, was Flucht mit einem Menschen macht. Auch wenn die Darstellerinnen selbst nicht auf der Flucht sind, setzen sie sich intensiv mit den Erfahrungen und Gefühlen junger Menschen auseinander, die ihre Heimat zurücklassen mussten. Fluchtwege verbindet Vergangenheit und Gegenwart und lädt das Publikum ein, zuzuhören, mitzufühlen und hinzuschauen.
Fotocredit ©: Goethe-Gymnasium
Dienstag / 29. Juni

1984
Gastgeberproduktion Junges Schauspielhaus
In einer nahen Zukunft wird der Staat Ozeanien nicht mehr von Menschen regiert, sondern von einer hochentwickelten künstlichen Intelligenz namens Solon. Alles wirkt kantenlos, glatt und perfekt gestaltet – doch hinter der makellosen Oberfläche steckt ein System, das jeden Lebensbereich kontrolliert. Die mächtige, patriarchale KI Solon entscheidet über Arbeit, Freizeit, Beziehungen und Informationen und sogar darüber, ob und wie Familien gegründet werden dürfen. Wahrheit ist nur noch eine Zahl im System. Die Überwachung ist allgegenwärtig – umfassender und raffinierter, als selbst George Orwell sie sich je hätte ausmalen können.
In dieser Welt lebt Winston, einer der letzten menschlichen Programmierer, die noch direkt mit dem System arbeiten. Nach einem schweren Cyberangriff auf Ozeanien durch das feindliche Eurasien stößt Winston auf etwas, das nicht in Solons perfekte Ordnung passt. Diese Entdeckung bringt ihn dazu, alles zu hinterfragen, woran er bisher geglaubt hat. Sein scheinbar stabiles Weltbild beginnt zu bröckeln.
Kim Langners moderne Neuinterpretation von George Orwells berühmter Dystopie »1984« erzählt mit Humor, Überzeichnung und manchmal grotesken Bildern von einer digitalen Überwachungswelt – und zeigt, wie gefährlich es wird, wenn Technologie nicht mehr dem Menschen dient, sondern der Mensch der Technologie.
Mitwirkende Spieler*innen: Cem Bingöl, Franka Forkel, Hannah Joe Huberty, Leon Schamlott
Sprecher*innen: Katharina Birch, Despina Anaïs Economou, Felicia Spielberger
Regie: Katharina Birch
Bühne und Kostüm: Georg & Paul
Musik: Lars Ehrhardt
Video: Katarina Eckold
Licht: Jean-Mario Bessière
Dramaturgie: Leonie Rohlfing
Theaterpädagogik: Ilka Zänger
Fotocredit ©: Junges Schauspielhaus
Mittwoch / 01. Juli

Wir ohne uns
von Nino Haratischwili
Literaturkurs FALS, Friedrich-Albert-Lange-Schule Solingen
In der virtuellen Realität eines Chatrooms begegnen sich der junge Bo und die nicht mehr ganz so junge Amina. Ihre Gespräche beginnen scheinbar banal. Doch bald schon kreisen sie um Fragen der Identität, handeln von Geschichten über Einsamkeit, unerfüllte Wünsche und uneingestandene Träume. Doch sind die Geschichten auch wahr? Die Anonymität der Begegnung schafft Raum für Erfindungen. Mit einem Klick kann man alles sein: Erwachsen. Außergewöhnlich. Lebendig.
Wir ohne uns ist eine liebevolle, traurige Geschichte von zwei Menschen, die zwischen den Welten wandern, auf der Suche nach Veränderung, Wahrheit und sich selbst. Die sich nahekommen und doch nicht zueinander können, weil etwas zu Reales und zu Endgültiges zwischen ihnen steht.
Spieler*innen: Joana Harriers, Carla Rosenthal, Manolis Spanu
Leitung: Philippine Pachl
Fotocredit ©: Friedrich-Albert-Lange-Schule Solingen

AVE: Don’t Look Away!
9 English Drama, Karl-Ziegler-Schule
Was passiert, wenn niemand mehr so tun kann, als hätte er nichts gesehen?
Eva wird in der Schule ausgeschlossen und gemobbt. Ihre beste Freundin Heather hält zwar zu ihr, doch irgendwann ist es Eva zu viel. Als sie sich weigert, zur Schule zu gehen, beschließt Heather, ihren MitschülerInnen eine Lektion zu erteilen …
Im Klassenraum wird es dunkel. Eine Gestalt namens AVE erscheint – und zwingt die Schüler*innen zu Spielen, die sie nur zu gut kennen. Doch was zunächst harmlos wirkt, konfrontiert die Schüler*innen immer mehr mit ihrem eigenen Verhalten. Werden sie begreifen, was sie angerichtet hat? Und was steckt wirklich hinter AVE?
Ein Theaterstück über Freundschaft, Ausgrenzung, Mut und die Frage, wie wir miteinander umgehen, geschrieben und auf die Bühne gebracht vom 9er-English-Drama-Kurs.
Spieler*innen: Louisa Marie Rathner, Meryem Su Sözeri, Selina Esmaeelpour, David George, Viktoria Müller, Alya Cavus, Benita Funmilayo Sode, Destina Bingöl, Johanna Steinfeld, Zinnia Arrey Tambe, Katharina Sophie Conrad, Mari Greiner
Spielleitung: Mirjam Aglaja Bugdoll
Unterstützung: Inga Kappen
Fotocredit ©: Karl-Ziegler-Schule
Donnerstag / 02. Juli

Das siebte Kreuz
nach Anna Segherr
Theater an der Mies, Mies-van-der-Rohe-Schule-Aachen
Herbst 1937 in Deutschland. Sieben Häftlinge fliehen aus dem Konzentrationslager Westhofen. Sofort nach der Flucht lässt die Lagerleitung sieben Platanen als Kreuze zur Abschreckung aufstellen. Nur einem von ihnen, Georg Heisler, überlebt. Dadurch wird das siebte, leere Kreuz zu einem Symbol des Widerstands und der Hoffnung.
Angelehnt an den Roman von Anna Seghers thematisieren die Spielenden das Schicksal der, die das Unrecht erkannt und Widerstand geleistet haben. Warum machten sie das? Lohnt es sich? Welchen Preis wäre ich bereit, dafür zu zahlen?
Spieler*innen: Dayana Beissenbetova, Nikolas Dubinskiy, Gizem Gül Kocakor, Ololade Gotthild Olaniyan, Clara Rosseck, Sebastian Thomas, Chiara Samara Tjakraatmadja, Nathan Pradana Tjakraatmadja
Technik/Bühne: David Bonk, Florian Büttgen, Andreas Fritzsche, David Heeren, Bréaniainn Herff, Jakob Kreuer, Max Maucher, Marco Meuser, Sami Rihani
Regie: Patrick Achtelik, Nils Kaletsch
Co-Regie: Clara Rosseck, Victoria Dubinskiy, Alexander Forbrig
Fotocredit ©: Mies-van-der-Rohe-Schule-Aachen

Mädchen wie die
nach Evan Place
Literaturkurs Q1, Städt. Adolf-Reichwein-Gesamtschule Lüdenscheid
Mobbing ist mehr als nur ein dummes Wort, ein fieser Blick oder ein Nacktbild im Netz – ein unsichtbares System der Ausgrenzung und Erniedrigung. Wer die Täterrolle hat, wer das Opfer ist, ist oftmals fließend. Aus unserer eigenen Betroffenheit heraus, haben wir das Stück zu unserem eigenen gemacht, sprechen nicht nur Text, sondern auch mit unseren eigenen Stimmen.
Spielende: Alicja Barazik, Ilham Bouyfiran, Freya Hinze, Anastasia Kostoulagianni, Yasmina Mallal, Klara Petereit, Rahil Rahmani, Ivanela Ramljak, Jasmin Rose, Evelin Schelepow, Elisabeth Schmidt
Leitung: Josette Ommer
Fotocredit ©: Städt. Adolf-Reichwein-Gesamtschule Lüdenscheid
Mit freundlicher Unterstützung von Lina Addy

Gleiswechsel
Darstellendes Gestalten – Jahrgang 9, Lise-Meitner-Gesamtschule Köln
Wie verändert sich eine Gesellschaft Schritt für Schritt? „Gleiswechsel“ verbindet historische Erinnerung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen und zeigt den Weg von Offenheit und Vielfalt hin zu Ausgrenzung und Gleichschaltung im Nationalsozialismus. Mit choreografierten Bildern, Koffern, Masken und dokumentarischen Elementen thematisiert das Stück Deportation, Erinnerung und Verantwortung. Im Schlussbild treffen historische Fakten auf aktuelle Menschenrechtsverletzungen weltweit.
Spieler*innen: Padi, Leonie, Eliana, Zhenar Kawan Abdalla, Schavger, Lucas, Elif, Viviana, Myroslava, Fiona, Mia, Alina, Olivia, Mia, Samuele, Charleen, Lana, Jamie-Lynn, Alessia, Silvana, Eva, Osman
Spielleitung: Özlem Gülle; In Vertretung: Jessica Seifert, Theresa Schanz
Fotocredit ©: Lise-Meitner-Gesamtschule Köln
Freitag / 03. Juli

WE NEED YOU
Gastgeberproduktion FFT Düsseldorf
Der 18. Geburtstag: Ein besonderer Moment, endlich volljährig und damit die Möglichkeit zu machen, was man will! Oder doch nicht? Denn kaum volljährig wirst du gebraucht! Die Bundeswehr schickt dir sogar einen Brief. Plötzlich geht es um Pflichten und Verantwortung. Doch was ist eigentlich Pflicht? Wer fordert sie ein? In welcher Beziehung zur Gesellschaft wachsen junge Menschen heute heran – und welche Strategien entwickeln sie im Umgang mit einer zunehmend bedrohlichen Weltlage?
Mit WE NEED YOU untersucht das Künstler*innen-Duo Elbers/Zhukov gemeinsam mit jungen Performer*innen die Wirkung von Bildern und Erzählungen über das Militär im Alltag – in den Medien ebenso wie in den Aussagen von Politiker*innen. Dabei entwerfen sie ein künstlerisches Szenario, in dem sich Realität und ein fiktives Horror-Szenario zunehmend vermischen. Auf Grundlage von Interviews mit Jugendlichen entsteht eine Reflexion über Verantwortung, Zugehörigkeit und den Wunsch nach Orientierung.
Spieler*innen: Ava Respondek, Carlotta Kramer, Daniel Mertens, Eva Dallmann, Frieda Küppers, Fynn Gregorius, Helene van Gemmeren, Ilma Walter, Jennifer Rommel, Julia Heidenreich, Leonie Engels, Nicole Kamenezkaja
Band: Kolja Heidebrecht, Maksim Kaliuzhnyi, David Aguirre Martinez, Hugo von Chamier
Konzept, Choreografie, Regie: Stefanie Elbers, Oleg Zhukov
Bühne und Kostüm: Dilara Göksügür
Musik: Kornelius Heidebrecht
Produktionsassistenz: Paula Hees
Fotocredit ©: FFT Düsseldorf

